Robert Glasper

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Jazzopen Stuttgart 2013 – Frauenpower & wieder schlauer

Jazzopen Stuttgart 2013 – Frauenpower & wieder schlauer

Wer ab und an auf dieser Website bei den musikalischen Themen vorbeischaut, kennt vielleicht meine letztjährige Kritik an dieser Stuttgarter Veranstaltung, aus kommerziellen Erwägungen heraus viel „open“ und wenig „jazz“ zu bieten. Allen sei gesagt: Ich habe meinen mir angedichteten Job bei der Jazzpolizei (bei der ich – Ehrenwort – nie im Sold stand) inzwischen vorsorglich gekündigt. Jazzopen steht für mich (nach 20 Jahren seiner tollen Existenz) nur noch als Label für musikalische Qualität. Beim Michelin-Restaurantführer mäkelt schließlich auch niemand daran herum, dass  eine aus einem Autoreifen produzierenden Unternehmen  gewachsene Einheit heuer Hotel- und Restaurantqualitätsstandards festlegt. Und Quali hat’s in den letzten 20 Jahren (mit einem für mich allerdings deutlichen Bias für die ersten zehn Jahre) reichlich gegeben.

Also geschenkt, ob es Jazz oder nicht. Bleiben die Michelin-Fragen. 1. Ist es einen Stopp wert (ein Stern)? 2. Ist es einen Umweg wert (2 Sterne)? 3. Ist es eine Reise wert (3 Sterne?)

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The Lost And Found: Gretchens Suche

The Lost And Found: Gretchens Suche

Keine Frage (wer mich kennt). Gretchen Parlato „macht“ eine neue Scheibe und die muss her. Ihr Gesang darauf ist so intonationssicher wie auf den zuvor produzierten Tonträgern; die vokalen Register zieht sie auf dieser Scheibe nicht. Stattdessen richtet sie sich in den Mittellagen ein und lotet diese aus, wie Frank Sinatra es zu seinen besten Zeiten nicht anders gemacht hat. Und nicht zu seinem Nachteil. Gretchen hingegen kann dabei scheitern. Nicht, weil es schlechter ist, was sie da singt. Es ist nur nicht so eingängig wie das Zeug von dem Crooner. Es ist straight jazz. Lounge-artig schon, aber halt mehr Jazz als artig.

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