Ein erster Biss in die Apfelmusik

Ein erster Biss in die Apfelmusik

Seit letztem Dienstag strömen die Noten aus den Apfelservern von Apple Music. Seit gestern auch bis zu unseren Endgeräten.
Hier der erste Eindruck.

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Frühlingsgefühle – Spring Quartet

Frühlingsgefühle – Spring Quartet

Zuerst die Fakten: Gestern abend bin ich kurz nach der rushhour von Nagold (17:45) nach Backnang (19:10)  gefahren. Und von Musik beseelt wieder zurück (ab Backnang 22:45). Das Spring Quartet trat auf. In Backnang. Im Bürgerhaus,, genauer im Walter-Baumgärtner-Saal. Dieser Saal fasst zirka 800 zahlende Zuschauer, wenn er denn ausverkauft ist. Er war es an diesem Abend, zumindest fast. Das Wichtigste vorweg: Es war ein wunderbares Konzerterlebnis.

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Jazzopen Stuttgart 2013 – Frauenpower & wieder schlauer

Jazzopen Stuttgart 2013 – Frauenpower & wieder schlauer

Wer ab und an auf dieser Website bei den musikalischen Themen vorbeischaut, kennt vielleicht meine letztjährige Kritik an dieser Stuttgarter Veranstaltung, aus kommerziellen Erwägungen heraus viel „open“ und wenig „jazz“ zu bieten. Allen sei gesagt: Ich habe meinen mir angedichteten Job bei der Jazzpolizei (bei der ich – Ehrenwort – nie im Sold stand) inzwischen vorsorglich gekündigt. Jazzopen steht für mich (nach 20 Jahren seiner tollen Existenz) nur noch als Label für musikalische Qualität. Beim Michelin-Restaurantführer mäkelt schließlich auch niemand daran herum, dass  eine aus einem Autoreifen produzierenden Unternehmen  gewachsene Einheit heuer Hotel- und Restaurantqualitätsstandards festlegt. Und Quali hat’s in den letzten 20 Jahren (mit einem für mich allerdings deutlichen Bias für die ersten zehn Jahre) reichlich gegeben.

Also geschenkt, ob es Jazz oder nicht. Bleiben die Michelin-Fragen. 1. Ist es einen Stopp wert (ein Stern)? 2. Ist es einen Umweg wert (2 Sterne)? 3. Ist es eine Reise wert (3 Sterne?)

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Jazzopen Stuttgart 2012 – Rückschau mit Seitenhieb

Jazzopen Stuttgart 2012 – Rückschau mit Seitenhieb

Was macht ein gutes Feuilleton aus?

Nun, als Naturwissenschaftler, Technik- und Medizinjournalist steht mir in dieser Frage kein professionelles Urteil zu.

Aber ich mag Jazz.

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Neues vom Bäcker

Neues vom Bäcker

Wer früher (also sagen wir einmal vor 20 und mehr Jahren) den Plan hatte, in Straßburg oder sonstwo im Elsaß „schön“ essen zu gehen, der durfte sich mit einigem Recht auf ein kulinarisches Großerereignis, auf eine seeligmachende Weinstubenatmosphäre und im Idealfall sogar auf beides gleichzeitig freuen. Das ist heute leider (ganz) anders. Ich sag’s als frankophiler Mensch ungern, aber es ist meine durch viele Enttäuschungen genährte Erfahrung: Der Lack ist ab, die elsäßer Gastronomie ist aus meiner Sicht im kontinuierlichen Sinkflug – „Stationen des Glücks“, wie Gilles Pudlowski – sozusagen das gallische Pendant zu „unserem“ Wolfram Siebeck – sie vor zwei Jahrzehnten noch dutzendfach im Elsaß orten und uns uneingeschränkt empfehlen konnte, sind so rar geworden, dass wir bei unseren Elsaß-Weintouren oft genug für Tisch und Bett das Rheinufer wechseln, um dort – abseits der überkandidelten Sterne-Gastronomie bodenständige, ehrliche, innovative, gastfreundliche und überaus leckere (dabei noch bezahlbare) Küchen in einer Dichte entdecken, von denen unsere französische Nachbarn nur noch träumen können.

Ich hoffe inständig, dass einer meiner Freunde (Michel, ja, ich meine Dich), der in Sachen badischer Basis-Gastronomie so gut (und zwar evidenzbasiert, also aufgrund selbst gemachter Erfahrungen) bewandert ist, dass ich keine Bange hätte, ihm zu diesem Thema die Eine-Million-Euro-Frage zu stellen, uns irgendwann einmal die „Stationen des rechtsrheinischen Glücks“ im Badischen sowie im Markgräfler Land näher bringt.

Kein Zufall, sondern die im Februar stattfindende Winzermesse der Vignerons Indepandants führte uns 2012 nach Straßburg. Das Ereignis sei euch – sofern Ihr Wein mögt – dringend ans Herz gelegt. Eine bessere Fortbildung in Sachen französischer Weinkultur kenne ich schlicht nicht. Wer mehr darüber wissen möchte, lese etwa hier im Blog darüber. Da eine Übernachtung erforderlich war, musste für den ersten Abend auch ein Tisch gefunden werden. Und schon sind wir beim Thema.

Le Bistrot de Boulanger hat zwar noch keine eigene Website, aber es hat unserer sechsköpfigen teutonischen Weinmessenbesuchergruppe einen wirklich netten und wohlschmeckenden Abend beschert. Gefunden habe ich den Hinweis – klar, auf Gilles Pudlowskis Website. Das Interieur: Bistrot-adäquat mit elsäßischen Anklängen ohne in rot-weiß-karierte Storchen-Symbolik abzugleiten. Die Karte umfangreich für ein Bistrot, mit vielen Bistrot-Klassikern aber wenig Choucroute oder anderer Garniture alsacienne. Der Servive freundlich & flott. Und die offenbar gut geölte Küchenmaschinerie schaffte es selbst an unserem „schwierigen Tisch“ (2 Personen bestellten ein Drei-Gänge-Menü, vier Personen beschränkten sich auf die Hauptspeise à la carte – vier unterschiedliche Gerichte) alles auch vom Timing korrekt hinzubekommen – bei vollbesetztem Restaurant. Weinkarte im Umfang bistrot-angemessen reduziert, aber mit einigen Positionen besetzt, die weitab der „üblichen Verdächtigen“ angesiedelt sind. Ob der Faktor drei zwischen Einkauf und Verkauf von Weinen in Restaurants gerechtfertigt ist, das ist ein anderes Thema, dem ich mich ganz sicher später widmen werde.

Und wie war das Essen? Richtig lecker. Die Nüsse der Jakobsmuscheln auf Chicoré ebenso wie der Wildscheingulasch. Der Rinderschmortopf ein Gedicht, die im Ganzen gebratene, sorgsam gereinigte Kalbsniere ebenfalls ein klasse Bistrotessen. Was soll man drumrumreden: Es war für das Sextett ein gelungener Abend, an dem wir lecker in angenehmer Umgebung bei aufmerksamem Service gegessen haben. Extra-Pluspunkt: Alle Weine auf der Karte/Schiefertafel gab es nicht nur flaschenweise, sondern auch im Glas oder als Viertelliter-Karaffe.

Der Bäcker, der dieses Bistrot seit kurzem in Straßburg betreibt, ist längst eine Berühmtheit. Seine einladende Gaststube mehrt zweifelsohne seinen Ruf. Falls Ihr es ähnlich oder ganz anders erlebt, wären wir für eine Anmerkung dankbar, denn spätestens im Februar 2013 treibt es uns in Straßburg zur Weinmesse.

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