Frühlingsgefühle – Spring Quartet

Frühlingsgefühle – Spring Quartet

Zuerst die Fakten: Gestern abend bin ich kurz nach der rushhour von Nagold (17:45) nach Backnang (19:10)  gefahren. Und von Musik beseelt wieder zurück (ab Backnang 22:45). Das Spring Quartet trat auf. In Backnang. Im Bürgerhaus,, genauer im Walter-Baumgärtner-Saal. Dieser Saal fasst zirka 800 zahlende Zuschauer, wenn er denn ausverkauft ist. Er war es an diesem Abend, zumindest fast. Das Wichtigste vorweg: Es war ein wunderbares Konzerterlebnis.

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Rigmor und das Norah-Jones-Syndrom

Rigmor und das Norah-Jones-Syndrom

Heute möchte ich Euch Musik ans Herz legen, die gleichsam zu vergreisen droht – innerhalb von nicht einmal 20 Jahren. Und damit wären wir beim Problem der sich so rasch ändernden (ach, wirklich?) musikalischen Wahrnehmungswelt.

Ihr kennt vielleicht die schwedische Sängerin Rigmor Gustafsson. Falls nicht: Macht nix, denn spätestens hier lernt Ihr sie kennen, und zwar von ihrer besten Seite.

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The Lost And Found: Gretchens Suche

The Lost And Found: Gretchens Suche

Keine Frage (wer mich kennt). Gretchen Parlato „macht“ eine neue Scheibe und die muss her. Ihr Gesang darauf ist so intonationssicher wie auf den zuvor produzierten Tonträgern; die vokalen Register zieht sie auf dieser Scheibe nicht. Stattdessen richtet sie sich in den Mittellagen ein und lotet diese aus, wie Frank Sinatra es zu seinen besten Zeiten nicht anders gemacht hat. Und nicht zu seinem Nachteil. Gretchen hingegen kann dabei scheitern. Nicht, weil es schlechter ist, was sie da singt. Es ist nur nicht so eingängig wie das Zeug von dem Crooner. Es ist straight jazz. Lounge-artig schon, aber halt mehr Jazz als artig.

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Esperanza bedeutet Hoffnung

Meine momentane Lieblingszeitschrift in Sachen Musik für offene Ohren & aufgeschlossene Hörzentren im primären Cortex „Jazzthing“ widmete Esperanza Spalding im letzten Herbst (No. 85) das Cover. Und ich beschimpfe jetzt alle als „unverbesserliche Chauvis“, die da sagen: „Klar, hätt ich mit dem lecker Mädsche auch gemacht, wo noch in der vorhergehenden Ausgabe ein leicht froschgesichtig fotografierter Herbie (Hanckock) das Heft verkaufen musste.“ Bullshit, wer so denkt. Ohren auf und Augen zu.

Denn, Fazit: Mein lieber Herr Gesangverein, das hat – wie man in der DDR zu sagen pflegte, Weltniveau (mit E.S. als Sängerin und Bassistin).

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File Under Jazz: Gregory Porter „Water“

File Under Jazz: Gregory Porter „Water“

Yeep.

Es geht also doch.

Musik von einem Crooner. Ohne Anleihen beim Rat Pack. Solide geerdet im Rhythm&Blues, seelig angereichert durch Soulsound. Und arrangiert, instrumentiert und vorgetragen in der besten Tradition der Jazzsinger: Gregory Porters „Debütalbum beim Indie-Label Motema „Water“.

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