Jazzopen Stuttgart 2012 – Konzertkultur braucht dringend einen Rettungsschirm

Über die allsommerlich in Stuttgart stattfindenden JazzOpen-Konzerte – zumindest, wie sie sich in den letzten Jahren programmatisch und atmosphärisch gaben – habe ich schon einigen Spott ausgeschüttet. So auch hier auf zell-on-air. Gestern (11.07.2012)  waren wir auf dem siebten Konzert des diesjährigen Festivals. Das Fazit: musikalisch traumhaft schön, die Location (Open air vor dem Mercedes-Benz-Museum) erstklassig, das Wetter trotz bedrohlich heraufziehender Gewitterwolken kreuzbrav. Doch das ganze Drumherum alptraumhaft. Der Untergang zwar nicht des gesamten Abendlands, aber zumindest der Konzertkultur steht vermutlich unmittelbar bevor. Aber der Reihe nach.

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Ist es noch blauer Dunst oder schon geistiger Nebel?

Ist es noch blauer Dunst oder schon geistiger Nebel?

Also, ich kann nicht anders. Nachdem sich alle Welt auf zell-on-air.de vor allem die Beiträge über die Straßburger Weinmesse reinzieht – was darauf hindeutet, dass der Leserschaft suchtgefährdende Substanzen nicht gänzlich unbekannt sind – lese ich via Spiegel online (SPON) „Nikotinpflaster sind komplett nutzlos“ – einen im Tenor niederschmetternden Bericht, der auf einer wissenschaftlichen Studie von Autoren der Harvard School of Public Health (nun, das ist ja nicht der kreuzdämlichste Laden der US-amerikanischen Medizinforschung) beruht. Mein wissenschaftsjournalistisch verkürzter Abstract, also die rustikale Zusammenfassung dieser Arbeit lautet: Was immer sich die Raucherschlote für nette Ablenkungsmanöver („nicotine replacement therapies (NRTs)“) ausdenken – egal, bringt nix.

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Currywürste schlagen Nachos – umsatzsteuerlich

Currywürste schlagen Nachos – umsatzsteuerlich

Geht Euch das eigentlich auch so, dass Ihr Euch bei besonders abstrusen Texten, auf die Ihr stößt, schlichtweg weigern wollt, zu glauben, was da steht? So ging es mir vor einigen Monaten mit der Berichterstattung über zwei Urteile des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zur umsatzsteuerlichen Behandlung von Currywürsten. Ich habe meine tiefen Zweifel hinsichtlich der Frage, ob in der EuGH-Kantine noch alle Tassen vollzählig in den Schränken sind, seinerzeit mit Hilfe einer Glosse „Sieben Prozent für Horst und die Currywürste „ auf dieser Plattform zu bekämpfen versucht. Ich dachte vor allem: Nach diesem Großwurf der ranghöchsten Europäischen Richter ist die Currywurst fiskaljuristisch zuzusagen verdaut. Aber nein, sie gärt im Dickdarmtrakt des Steuerrechts weiter,

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So scheide dahin, teuerste ELENA

Wer hier auf diesen Seiten ab und zu vorbeischaut, kennt meine fast schon phobisch zu nennende Einstellung zu staatlichen oder staatsnahen IT-Projekten und meinen unverhohlenen Zweifel an der IT-Kompetenz der damit betrauten Personen. Meine ganz persönliche ePerso-Story mag hierfür Beleg  sein. Trotzdem haben Staatsbedienstete völlig zurecht bezweifelt,

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Sieben Prozent für Horst und die Currywürste

Sieben Prozent für Horst und die Currywürste

Man könnte sagen, es gehe um die Wurst. Aber das ist untertrieben, denn es geht um nichts weniger als um die Wurst der Würste, nämlich um die Currywurst. Deshalb, und nur deshalb, erlaube ich mir an dieser Stelle eine juristische Einlassung – was jeder, der meinen Werdegang, meine Interessen und meinen fachlichen Hintergrund kennt, als maßlose Anmaßung empfinden muss.

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