Mindersbacher Bankenrettung

Mindersbacher Bankenrettung

Zugegeben, es gibt hierzulande momentan wichtigere Themen, die dringlich einer menschlich-klugen Lösung bedürfen. Aber auch, wer das Große im Blick hat, sollte die Kleinigkeiten nicht aus selbigem verlieren. Deswegen möchten wir den Blick der geneigten Besucher dieser Seite auf die Mindersbacher Rundbank am Ortseingang lenken: Wer, so wie wir, der Kastanie, welche die Rundbank seit Jahrzehnten umschließt, regelmäßig einen Besuch abstattet, wird die Malaise bemerkt haben: Die alte Holzbank ist  marode und höchstens noch für Equilibristen eine angemessene Sitzgelegenheit.

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Mindersbach für einen Augenblick

Mindersbach für einen Augenblick

und eine neue Galerie

Alles, was ihr über Mindersbach wissen wollt, aber nie zu fragen gewagt habt

Alles, was ihr über Mindersbach wissen wollt, aber nie zu fragen gewagt habt

Ein kleiner Fliegenschiss (Im Schwäbischen heißt es viel schöner: Muggesäggele) ist unser Dorf auf der Karte. Eeine große Freude ist es für uns: das Dorf Mindersbach – ein Flecken, dessen Einzelgehöfte bereits 1005 erstmals urkundlich in einer Schenkungsurkunde erwähnt wurden (Die Schenkung scheint verbrieft zu sein; die Urkunde selbst ist eine Fälschung). Verwaltungsjuristisch korrekt ist unser Dorf seit 1971 der Ortsteil Mindersbach. Weil nämlich dank Gemeindereform Teil der großen Kreisstadt Nagold. Aber so kann das nur ein auf Verwaltungseffizienz bedachter Berufsbürokrat sehen.
Denn unser roundabout 500-Seelen-Dorf Mindersbach kann kein Teil der geographischen, 
sozialen, ökonomischen und kommunikationstechnischen Entität Nagold sein. 
Schließlich ist es – je nach verwendetem Adjektiv im vorhergehenden Satz – viele Kilometer, 
Megabit oder Terrassen (verzeiht den physikalischen Kalauer) von seinem gemeinde-
rechtlichen Zentralgestirn entfernt. Es existiert also praktisch in einer anderen Galaxis.

OK. Machen wir es kurz. Mindersbach – wir nennen es liebevoll und voller Hochachtung
Minibach – ist der Bringer. Menschen: absolut freundlich. Grundstückspreise: auf dem Teppich.
Nachbarschaft: bezaubernd, sehr sogar. Einer der örtlichen Vereine trägt denn auch den hübschen Namen Arbeitsgemeinschaft Schönes Dorf Mindersbach (AGSD).

Infrastruktur? Nun, im Tourismusprospekt der Region Nordschwarzwald würde stehen: vorhanden.
DSL-Bandbreite: könnte ehrlich gesagt ein ganzes Stück besser sein. Aber da das Dorf bereits im Jahr 1900 an die Schwarzwaldwasserversorgung und 1909 an das elektrische Leitungsnetz angeschlossen wurde, haben wir die Hoffnung, dass wir mit der 100-Jahr-Feier der Elektrifizierung eventuell auch noch eine breitbandige Verbindung zum Rest des 21. Jahrhunderts bekommen. Und – Brüder und Schwestern – es ist geschehen. Das Jahr 2011 könnte erneut ein annum werden, das ebenfalls in die Geschichte dieses Fleckens eingehern könnte: Mit städtischer und landesweiter Hilfe (Oh, du Baden-Württembergisches Ministerium des ländlichen Raumes, wir preisen dich) hat sich ein Investor gefunden, unser sowie zwei weitere Dörfer im nördlichen Orbit von Nagold glasfasertechnisch mit der Neuzeit zu verlinken. Also macht Euch auf was gefasst: Bandbreiten von bis zu 25 Mbit/s sollen bald ins und bis zu 1 Mbit aus dem Dorf rauschen. Minibach kann, will und wird ein unübersehbarer Knotenpunkt der globalisierten Kommunikation sein.

Aber jetzt das Wichtigste, neudeutsch die (um nicht zu sagen) the killerapplication: Hier in
dieser teils agrarisch intensiv genutzten (12 Haupt- und Nebenerwerbslandwirte/162 ha landwirtschaftliche Nutzfläche), teils forstlich naturnahen Ecke fühlen wir uns sauwohl.
Also, irgendwie wie die Sau. Und dann auch noch wie eine wohle.

Ihr glaubt uns nicht? Ja, damit haben wir gerechnet.
Wo doch in dieser Welt Lug und Trug regieren.

Auf der ganzen Welt? Ein klares Nein – was Minibach anbelangt.

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