Joe Jackson „The Duke“ – Herzögliche Popmusik

Jazzer machen einfach die bessere Pop-Musik, habe ich einmal behauptet. Stimmt diese Behauptung, ist jetzt klar erwiesen: Joe Jackson ist ein Jazzmusiker. Nicht, weil er schon Platten mit eindeutigem Jazzbezug im Namen wie „Body and Soul“ oder  wie jetzt in der jüngsten Edition „The Duke“ herausgebracht hat, sondern weil diese aktuelle Hommage an Duke Ellingtons Musik die witzigste, gescheiteste, hippste und spielfreudigste popmusikalische Adaptation von 15 Preziosen aus Ellingtons Songbook ist, die ich kenne.

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Eingewickelt, nicht eingelullt

Eingewickelt, nicht eingelullt

Alex Steinweiss ist im Juli 2011 gestorben. 94-jährig. Der Stuttgarter Zeitung war es immerhin einen Zwanzigzeiler-Nachruf wert, gekennzeichnet als  dpa-Agenturmeldung. Diese wiederum war die mehr schlecht als recht gekürzte Miniatur einer Story, die zwei Tage zuvor in der New York Times als Autorenbeitrag von Steven Heller erschien. Die dpa-Meldung war simpel abgekupfert, wie ich beim Lesen beider Texte ohne Textvergleichs-Software unschwer bemerkte, sozusagen gezuguttenbergt im Lande der Erfinders beweglicher Lettern. Soweit, so ungut.

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