Australien – Unsere digitale Reiseroute

Australien – Unsere digitale Reiseroute

Wir haben – das zeigt der Vorbereitungsbeitrag in diesem Special – unsere Reiseroute ziemlich sorgfältig geplant. Die Idee war: möglichst viele Infos, die man vor Ort braucht, unterwegs ohne großen Zeitaufwand parat zu haben. Also vorab zu gucken: Wo gibt’s Benzin / Lebensmittel / Bankautomaten? So ließ sich das zeitaufwändige Verproviantieren in einem Minimum an Zeit erledigen. Wir mussten keine Extrawege dafür zurücklegen und sahen zu, dass wir zum Beispiel dann Zugriff auf Telefonzellen hatten, dass unsere Anrufe niemanden aus dem Tiefschlaf rissen.

Australien und GPS

Also gleich vorweg: Wenn Ihr eine ehrliche Antwort hören wollt, ob man für solch eine Reise unbedingt eine GPS-Navigation an Bord haben muss, dann lautet die Antwort Nein. Müssen muss man nicht. Unter akzeptablen Witterungs- und Straßenbedingungen ist es ehrlich gesagt extrem schwierig, sich zu verfahren, wenn man beispielsweise auf dem Plenty Highway von Broulia nach Alice Springs unterwegs ist. Auf solchen Strecken haben wir das GPS (ein Garmin GPSmap 60CSx softwareseitig bestückt mit der schon erwähnten, kostenfreien shonkymap) einfach nur mitlaufen lassen, einfach weil wir auf dem Display dann ein paar Kartendetails mehr erkennen konnten als auf unserer betagten „Übersichts“-Straßenkarte von Hallwag im Maßstab 1 : 4000000.

In solchen Situationen seid Ihr froh, wenn Ihr ein Navi habt, und nicht diesen Vertreter aus der Gattung der Schwielensohlengänger nach dem Weg fragen müsst.

Es gab jedoch Passagen – etwa als wir bei Mission Beach mit Hilfe von „Geheimtipps“ zum Kasuar-Spotting unterwegs waren oder aber in der Simpson Desert nicht mehr so ganz sicher waren, ob wir mit dieser Fahrtenvariante wieder zur French Line kommen – in denen das wackere kleine Gerät gute (und beruhigende) Dienste geleistet hat. Wer – darüber hinaus – im Outback auch per Pedes unterwegs ist (was wir extrem empfehlen können) – sollte so ein Ding allerdings unbedingt dabei haben. Denn, diese Kritik muss erlaubt sein, die Wege im australischen Outback sind erheblich lückenhafter beschildert als jene des Schwarzwaldwandervereins. Zyniker sagen dennoch: Der Vorteil eines Navis ist, Du weißt auf fünf Meter genau, wo Du verdurstest. Aber Quatsch beiseite: In der Kombi mit einem Satellitentelefon ist ein Navi ideal geeignet, um so rasch wie nur irgendmöglich Hilfe herzulotsen, falls man irgendwo fernab jeglichen Verkehrs im Outback ernsthafte Probleme hat. Deshalb unsere abschließende Empfehlung: Vor allem, wenn Ihr so wie wir nur zu Zweit in einem Fahrzeug unterwegs seid, und nicht nur den Stuart Highway rauf- und runterbraust, nehmt so ein Ding mit. Ist auf jeden Fall gut fürs Seelenheil.

Außerdem war der Garmin bei uns fast immer an, weil wir ihn als Datalogger fürs Geocoding unserer Fotos benutzen. Von letzterem könnt Ihr jetzt, so Ihr mögt, profitieren, denn in diesem Beitrag stellen wir die kompletten Ortungs-Aufzeichungen als GPX-Dateien zur Verfügung. Weil das insgesamt ein ziemlicher Datenwust ist, und weil Eure Route  anders als unsere aussehen wird, habe ich die komplette, zirka 8500 km lange Strecke in zehn (geographisch ungleich lange) Segmente aufgeteilt. Wir sind zwar in Brisbane gestartet, haben aber (vor lauter Aufregung) erst so ungefähr 200 km außerhalb bemerkt, dass wir vergessen hatten, das Ding anzustellen. Aber von Brisbane bis Miles bracht nun wirklich niemand ein Navi.

Und noch ein kleines Caveat: Die Daten enthalten auch unsere Fußwanderungen sowie die Boots- /Flugbootsausflüge auf das Great Barrier Reef sowie unseren Helirundflug Uluru/Kata Tjuta.

 

Zur Übersicht hier eine kleine Animation, die Euch den Routenverlauf komplett zeigt (sorry, die Beschriftung ist hier zu klein, weil für einen anderen Zweck gemacht).

Get the Flash Player to see this content.

Die zehn Segmente der Route  hier nun als GPX-Dateien zum Download:

Teil 1

Warrego Highway – Carnarvon N.P. Emerald / Capricorn Highway

Route Teil 1

(639)

Teil 2

Emerald – Broulia – Plenty HWY – Alice Springs – East McDonnell Ranges

Route Teil 2

(630)

Teil 3

East McDonnell Ranges – Alice Springs – West McDonnell Ranges – Palm Valley – Mereenie Loop

Route Teil 3

(614)

Teil 4

Mereenie Loop – Uluru – Kata Tjuta

Route Teil 4

(602)

Teil 5

Uluru – Finke – Witjira -Simpson Desert (Westteil)

Route Teil 5

(608)

Teil 6

Simpson Desert Crossing – Birdsville – Birdsville Developmental Road

Route Teil 6

(627)

Teil 7

Birdsville Developmental Road bis zur Ostküste via Blackall, Alpha, Clermont, Finch Hatton bis zum Eungella N.P.

Route Teil 7

(595)

Teil 8

Eungella N.P. – Airlie Beach – Whitsunday Islands/Great Barrier Reef – Hinchinbrook Nature Park

Route Teil 8

(588)

Teil 9

Hinchinbrook Nature Park – Mission Beach -Atherton Table Land – Daintree village – Cape Tribulation

Route Teil 9

(601)

Teil 10

Cape Tribulation – Port Douglas – Great Barrier Reef – Cairns

Route Teil 10

(633)

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